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Das Bäckerschupfen

Bäcker beim BäckerschupfenBäcker beim Bäckerschupfen
Bestrafung muss sein. Im Mittelalter wurden Bäcker, die sich nicht an Zunftregeln hielten, mit dem Bäckerschupfen oder der Bäckertaufe öffentlich bestraft und gedemütigt.

Das Bäckerschupfen im Mittelalter war alles andere als ein freudiger Anlass für den Bäcker. Diese Bestrafung stand all jenen bevor, die zu kleine Brote oder solche von minderer Qualität verkauften.

Das Bäckerschupfen war eine Volksbelustigung und beinahe ein Volksfest für die unteren Gesellschaftsschichten. Scharen von Menschen sahen dem Schauspiel zu, und schallendes Gelächter, Spott und Hohn musste der Bäcker über sich ergehen lassen. 

In den Fluss oder in die Senkgrube?

Diese Maßnahme zur Bestrafung wurde an Flüssen oder anderen Gewässern durchgeführt. Der verurteilte Bäcker wurde in einen Korb oder hölzernen Käfig gesperrt und danach mehrmals unter Wasser getaucht, begleitet von Verspottungen der Zuschauer. In Wien wurde der Käfig manchmal sogar anstatt in Wasser in eine Senkgrube getaucht.

Die Strafe entsprach den damaligen Sitten und war als wirksames Mittel angesehen, um die Bäcker davor abzuschrecken, ihre Kunden zu betrügen. Das letzte Bäckerschupfen in Wien wurde nachweislich 1773 durchgeführt, bevor Kaiserin Maria Theresia diese Strafe durch eine humanere und weniger öffentliche ersetzen ließ. 

Bäckerschupfen bei Haubi's

Bei Haubi’s wird Qualität groß geschrieben. Nicht auf die Qualität sondern auf die Tradition zurückzuführen, wurde 2009 ein Bäckerschupfen im Haubiversum veranstaltet. So wurden also Lehrlinge, Gesellen und Meister mit einem kurzen „Schupfer in den Teich für das nächste Jahr im wahrsten Sinne des Wortes aufgeweckt und erfrischt - und das in aller Öffentlichkeit, so wie es beim Bäckerschupfen üblich war. Aber seht selbst: 

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