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Der Krapfen und die Cäcilie

Feiner Germteig, goldbraun in Öl oder Schmalz gebacken, fruchtig oder cremig gefüllt und mit einem Hauch von Zucker bestreut kennen wir unsere Krapfen heute. Aber woher kommt dieser eigentlich? Wir haben uns für euch auf die Suche gemacht.

Krapfen sind heute süße Gebäckstücke aus Germteig (Hefeteig) die in Österreich am liebsten zur Faschingszeit gebacken und verzehrt werden. Ausgebacken wird der Teig in heißem Fett und dann mit Marmelade oder einer Cremefüllung wie Vanille, Nougat oder Eierlikör gefüllt. 

Auch wenn die Vielfalt der Füllung in den letzten Jahren immer größer geworden ist, ist und bleibt die klassische Marillenmarmelade noch immer die beliebteste Füllung in Österreich.

Für den Namen Krapfen gibt es zwei unterschiedliche Herleitungen. Als Österreicher ist uns die Geschichte der Wiener Bäckerin natürlich am nächsten.

Cäcilie Krapf und die Cilly Kugeln

Die Hofratsköchin Cäcilie Krapf soll angeblich Erfinderin und auch Patin des Krapfens gewesen sein. Zufällig sei ihr im Jahre 1690 ein Stück Teig ins heiße Fett gefallen, der dann hervorragend geschmeckt haben soll. Damit war der Urvater der Cilly-Kugeln, wie sie ursprünglich genannt wurden, geboren. Die Krapfen wurde immer beliebter und während des Wiener Kongresses im Jahre 1815 sollen über 10 Millionen Stück gegessen worden sein. 

Krapfen zu jedem Anlass

Die Wurzeln des Namens sind aber bereits ins 9. Jahrhundert zurück zu verfolgen. Der Name deutet auf den althochdeutschen Begriff "Krapho" hin, was soviel wie Kralle oder Haken bedeutet und auf die ursprüngliche Form des Gebäcks hinweist.

Gerade in der bäuerlichen Festtagskost spielten Krapfen eine tragende Rolle. Größe, Form und Fülle waren je nach Anlass genau definiert und durften nur zum jeweiligen Fest gereicht werden. 

Die Tradition, Krapfen in der Faschingszeit zu essen stammt ursprünglich von Mönchen. Sie nutzten das köstliche Gebäck aus Teig und Fett, um vor der Fastenzeit nochmals ordentlich Speck anzusetzen.

Krapfen werden auch heute noch traditionell zur Faschingszeit verspeist. Zum Ansetzen von Speck wohl eher weniger. Aber wenn's um den Genuss geht, sollten wir über Kalorien ohnehin nicht nachdenken ;-)

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Kommentare

hmmmm... super so ein Krapfen. Flaumig und am Besten mit Marillenmarmelade gefüllt. Die könnt ich jeden Tag essen :-)

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