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Die Kaisersemmel. Des Kaiser’s Semmel?

KaisersemmelKaisersemmel
Goldgelb die Farbe, außen resch und innen flaumig... So muss sie sein, die Kaisersemmel, schon mindestens seit dem 18. Jahrhundert. Woher der Name kommt kann bis heute keiner genau sagen.

Es wird wohl nie genau herauszufinden sein, woher der Name Kaisersemmel tatsächlich stammt. Tatsache ist aber, dass die Semmel ein krustenreiches, resches, sternförmige geteiltes Weizengebäck ist, die ursprünglich aus Österreich stammt. Das Mindestgewicht beträgt 46 g.

Belegt ist auch, dass es die Kaisersemmel schon im 18. Jahrhundert am Hofe Maria Theresias gab. Ein Gemälde des Hofmalers Martin van Meytens, das die Hoftafel in der großen Antecamera der Wiener Hofburg darstellt, und im Schloss Schönbrunn hängt, entstand ungefähr zwischen 1760 und 1770. Auf diesem Gemälde ist diese Form des Gebäcks schon klar erkennbar. 

5 Geschichten - eine Semmel

Eigentlich ist es ja egal woher der Name Kaisersemmel kommt, Hauptsache sie schmeckt. Der Vollständigkeit halber trotzdem hier 5 Geschichten zur Entstehung des Namen:

Um 1750 soll ein Bäcker namens Kayser erkannt haben, dass durch die Teilung an der Oberfläche der Krustenanteil erhöht wird, und dies zu einer Geschmacksverbesserung führt.

In einer anderen Geschichte wird die Bäckerinnung als Namensgeber bezeichnet. Diese soll im Jahre 1789 eine Abordnung zu Kaiser Jospeh II gesandt haben, um eine freie Preisgestaltung für die Semmel zu erwirken. Grund dafür waren die hohen Melpreise, die keine angemessene Gewinnspanne zuließen. Nachdem der Kaiser dies bewilligte wurde das Gebäck dann Kaisersemmel genannt. 

Eine weitere Variante der Geschichte handelt vom Geburtstag des Kaisers. Da die Semmel zu seinen liebsten Speisen zählte, und für das gemeine Volk kaum leistbar war, wurden an seinem Geburtstag Semmeln an die Untertanen ausgegeben. Diese nannten das Gebäck von da an Kaisersemmel. 

Anderen Erzählungen zufolge galt seit der Regierungszeit von Kaiser Franz Joseph I. von 1848 bis 1916 die Bezeichnung “Kaiser” in Verbindung mit Speisen und Getränken bald als höchste Steigerung, womit man das Beste seiner Art bedachte.

Denkbar wäre auch, dass sich der Name vom italienischen “a la casa” (nach Art des Hauses) ableitet. 

Außerdem unterscheidet man noch zwischen Kaisersemmel und Wiener Kaisersemmel, welche auch Handsemmel genannt wird. 

Wiener Kaisersemmel

Die Wiener Kaisersemmel, auch Handemmel genannt, wird noch in echter Handarbeit hergestellt. Der Teig wird handgewirkt und zeichnet sich durch eine lange Teigführung aus, die mindestens 2 Stunden betragen muss.
Nach dem Ruhen wird der Teig zu einer runden Scheibe geklopft und danach werden die sogenannten Laugen mit der Hand Schritt für Schritt eingeschlagen.
Durch die Verdichtung des Teiges ergibt sich letztendlich ein saftiges, kompaktes Innenleben, das ein bisschen an Watte erinnert.

Kaisersemmel

Im Gegensatz zur Handsemmel darf die Kaisersemmel maschinell hergestellt werden. Die Krone wird automatisch eingestanzt. Auch eine lange Teigführung ist hier nicht zwingend notwendig. Das Ergebnis ist aber natürlich trotzdem lecker ;-)

Bei einem echten Wiener Frühstück darf die Semmel aber keinesfalls fehlen - egal ob Kaisersemmel oder Handsemmel.

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