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Wie der Bäcker zum Mehl kommt

WindmühleWindmühle
Ohne Mehl kein Brot. Deshalb ist der Beruf des Müllers eng mit dem des Bäckers verbunden. Die romantische Vorstellung vom Müllerberuf mit Zipfelmütze auf dem Kopf und Sack über der Schulter und Mühlen, betrieben mit Wasser- oder Windrad trifft heute aber nicht mehr zu. Technologie und umfassendes Wissen sind wichtig um gutes Mehl für den Bäcker zu erzeugen.

Müller ist wohl einer der wichtigsten Berufe, da dieser dazu beiträgt, dass uns der Bäcker mit dem Grundnahrungsmittel Nummer eins, dem täglichen Brot, versorgen kann. Der Beruf gehört zu den ältesten Berufen der Menschheit und hat eine lange Tradition.

Die Geschichte des Müllergewerbes

Das Müllergewerbe hatte im Mittelalter noch einen anrüchigen Ruf. So wurden diese immer wieder des Betrugs bezichtigt und auch überführt. Aus dem Jahr 1721 gibt es sogar ein eigenes Betrugslexikon, das über 30 verschiedene Arten des Betruges von Müllern dokumentiert. 
Bauern, die ihr Getreide in Mahlmühlen anlieferten, waren deshalb stets auf der Hut, dass sie vom Müller auch nicht über den Tisch gezogen wurden. Dies trifft heute selbstverständlich nicht mehr zu ;-)

Müller galten in dieser Zeit im ländlichen Raum auch als relativ wohlhabend. Mühlen waren meist in Familienbesitz und wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Bei sogenannten Pachtmühlen war der Besitzer der Mühle meist der Grundherr, welch vom Pachtmüller betrieben wurde. Pachtvertäge wurden immer nur auf bestimmte Jahre abgeschlossen und meist nur an jene vergeben, die den höchsten Pachtzins bezahlten. Dadurch konnte meist nicht genug Vermögen angehäuft werden, um irgendwann im Laufe des Lebens eine eigene Mühle zu erstehen. 

Der Müller heute

Heute ist der Beruf des Müllers stark durch den technologischen Fortschritt geprägt. Wassermühlen oder Windmühlen sind für die Herstellung von qualitativ hochwertigem Mehl heute nicht mehr einsetzbar und wurden durch Bauten, ausgestattet mit modernster Technik, ersetzt. 

Deshalb lautet die Berufsbezeichnung in Österreich heute auch “Verfahrenstechniker für die Getreidewirtschaft”. Umfassendes Wissen zu Technologie, Lebensmitteln aber auch das Klima ist für einen Müller heute unabdingbar. 

Technologie und Lebensmittel sind klar. Aber warum eigentlich Wissen zum Klima? Nun, damit der Bäcker Brot in gleicher Qualität herstellen kann, muss auch das angelieferte Mehl immer von gleicher Qualität sein. Und da Korn, je nach regionalen und saisonalen klimatischen Bedingungen, in unterschiedlichen Qualitäten zur Verfügung steht, ist es für den Müller wichtig zu wissen, woher er sein Korn bezieht, damit er jedes Jahr wieder die gleiche Mehlqualität erzeugen kann. 

Früher wurde das Korn meist mit Pferdekarren oder Kutschen vom Bauern zum Müller angeliefert und dann in Leinensäcken dem Bäcker zugestellt. 
Bei Haubi’s verarbeiten wir heute in etwa 80 Tonnen Mehl pro Tag! Da wäre diese Art der Anlieferung wohl etwas mühsam ;-) Heute erhält der Bäcker sein Mehl daher meist direkt aus Silofahrzeugen. Der LKW fährt dabei vor und bläst das Mehl direkt in die Vorratsbehälter der Bäckerei.

Haubi’s Müller aus der Region

Da uns bei Haubi’s Regionalität sehr wichtig ist, beziehen wir den Großteil unsere Mehles aus der nur 4 km entfernten Kittelmühle in Erlauf. 
Egal ob Weizen, Dinkel oder Roggen, Vollkorn oder Auszugsmehl, in Bio-Qulität oder konventionell... Mehl wird dort zwar nicht mehr direkt am “rauschenden Bach” hergestellt, jedoch wird die Mühle mit 100 % Ökostrom aus dem eigenen Wasserkraftwerk beliefert - unserer Umwelt zuliebe.

Gute Partnerschaft mit unseren Müllern ist uns wichtig, damit wir euer täglich Brot in bester Qualität erzeugen können.

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