Allerheiligen-Striezel

Brioche gibt es in den verschiedensten Größen und Formen und eignet sich hervorragend als Brauchtumsgebäck. So auch der Allerheiligenstriezel! Der Brauch hat sich entwickelt, um am Allerseelentag arme Leute mit Brot, Gebäck oder anderen Gaben zu beschenken.

Was ist drin?

Hefebackwaren bzw. Hefeteige, wozu der Brioche auch zählt, können auf verschiedene Arten mit unterschiedlichen Zutaten hergestellt werden. Gelockert werden sie jedoch alle durch Hefe, wodurch sie ihr Volumen und ihre feine Porung bekommen. Briocheteig zählt aufgrund der Zucker-, Fett-, Ei- und Eigelbmenge zu den mittelschweren Hefeteigen. Laut Österreichischem Lebensmittelbuch  enthalten Teige für Brioche mindestens 4 Eidotter bezogen auf 1 kg Mahl- und Schälprodukte.

Mehr erfahren über Haubis und das Bäckerhandwerk wie dem Briocheflechten.

Geschichte

Brioche stammt ursprünglich aus Frankreich. Der Name leitet sich vom Wort „brier“ bzw. „broyer“ (Dialektform) ab und bedeutet so viel wie zerstoßen, Teig brechen bzw. Teig ausrollen. Der Ursprungsort liegt wahrscheinlich in der Normandie, welche bereits im Mittelalter für die Qualität ihrer Butter bekannt war.

Tradition – Brauchtum

Zu bestimmten religiösen Feierlichkeiten, wie beispielsweise zu Allerheiligen – Allerseelen, Weihnachten – Nikolaus, Ostern, werden traditionelle Brote, sogenannte Gebildbrote (= speziell geformte Gebäcke), gebacken und verzehrt.

Der süße Haubis Brioche wird zu vielen Feiertagen wie zu Allerheiligen gerne gegessen.

Allerheiligen - Allerseelen

Seit Jahrtausenden gedenken gläubige Christen zu diesen beiden Tagen (1. und 2. November) ihrer Toten – zu Allerheiligen aller Heiligen und Märtyrer, Allerseelen der armen Seelen im Fegefeuer. Da diese Seelen nur durch gute Werke (Gebete, Messen, Almosen) Erlösung finden, hat sich der Brauch entwickelt, am Allerseelentag arme Leute mit Brot, Gebäck oder anderen Gaben zu beschenken.Aus einem Briocheteig wird der Striezel zu einem Zopf geformt bzw. geflochten, je nach Bedarf mit Rosinen in den Teig eingearbeitete und zum Teil mit Hagelzucker bestreut. Weitere Brauchtumsanlässe sind FaschingszeitGeburt und Taufe eines Kindes, Hochzeit sowieSilvester – das gegenseitige Beschenken mit Glückssymbolen zum Neujahrsfest.

 

Süß oder Salzig?

Brioche schmeckt alleine hervorragend, eignet sich jedoch auch für Food Pairing!

 

PIKANTE BRIOCHE

  • mit Weichkäse, wie Camembert, Brie, …
  • mit Schinkenspeck und gehackten Nüssen

 

SÜSSE BRIOCHE

  • mit Rosinen, Schokodrops, kandierten Früchten, Zucker-Zimt, Hagelzucker
  • mit fruchtigen Aufstrichen, wie Marmelade, Honig
  • mit Kaffee 

 

Die meisten von euch, greifen wahrscheinlich eher zur süßen Variante - doch auch pikant schmeckt der Brioche wunderbar! 

Für welche Variante entscheidet ihr euch?